Begegnung (2)

Von Uta Herrmann

Lebendig Brücke zwischen Krakow und Berlin

Am 6. Februar 2017 wird im Klub der Journalisten ein Buch vorgestellt: So war …Sibirien. Es ist der 16. Band einer ganzen Reihe und einer der vier Autoren ist Leopold Walczewski. Der Saal „Pod gruszka“ (Unter der Birne) ist schon gut gefüllt als ich 30 Minuten vor Beginn dort eintreffe. Das Interesse an dieser Thematik ist groß – vor allem bei älteren Krakauern. Zum Veranstaltungsbeginn schätze ich 80 bis 100 Besucher. Jadwiga Jaminska und ich erworben je ein Exemplar des Buches, schnell war es vergriffen an diesem Abend.  Der Autor Walczewski signiert mir später das Bändchen – mit einer russischen Widmung.

Auch wenn das keine klassische Begegnung zwischen eFKa und S.U.S.I. ist, ist es doch eine Veranstaltung, die auch in unser Profil passt – Vertreibung, Deportation und daher nehme ich sie in meine Begegnungen mit auf. Die Tochter von Leopold Walczewski spricht dann noch von den Auswirkungen auf die nächste Generation – auf sie und ihren Bruder. Wir sitzen beim Tee und ich erfahre, dass Leopold 7 Jahre alt war, als die Familie nach Kargowina in den Oblast Archangelsk deportierte wird. Sein jüngster dort geborene Bruder Michal wird nur wenige Tage alt. Auch seine Mutter verliert der Junge. Später wird die Familie in die Ukraine umgesiedelt. Hier besuchte er die Schule bis sie alle irgendwann wieder nach Polen kamen. Auch wenn Leopold Walczewski die Sprache seiner ersten Schuljahre noch beherrscht – in der Sowjetunion, Russland oder Ukraine war er nie wieder. Erst sein Enkel unternimmt Reise in diese Gegend.

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